Schutzgebiete Schutzgebiete
   
Wasserschutz
Qualitätssicherung vom Ursprung an
Um die öffentliche Trinkwasserversorgung vor nachteiligen Einwirkungen zu schützen, werden Wasserschutzgebiete festgesetzt. Innerhalb dieser Gebiete sind bestimmte Nutzungen oder Handlungen entweder vollständig verboten oder beschränkt zulässig oder nur mit besonderer Genehmigung erlaubt.
Wasserschutzgebiete Wasserwerk Diebesweg
In der Zone III, die das gesamte Wassereinzugsgebiet umfasst, ist alles verboten, was zur Verunreinigung oder geschmacklichen Beeinträchtigung des Grundwassers führen könnte. Es ist beispielsweise das Einleiten von Abwasser, von Kühlwasser und von Niederschlagswasser in den Untergrund verboten. Wohnsiedlungen und gewerbliche Anlagen ohne Anschluss an die öffentliche Entwässerung dürfen nicht errichtet werden.
In Zone II werden alle Nutzungen als Gefährdung angesehen und deshalb verboten, die mit der dauernden Anwesenheit von Menschen und Tieren oder mit der Beseitigung oder Zerstörung der belebten oberen Bodenzone und der Deckschichten verbunden sind. Dazu gehört das Errichten von Gebäuden, das Ausheben von Gruben oder Gräben und die Lagerung wassergefährdender Flüssigkeiten.
Die Zone I umfasst die unmittelbare Umgebung der Wassergewinnungsanlage. Alle Handlungen, die nicht direkt mit der Trinkwassergewinnung zu tun haben, sind hier untersagt.
Für das Wasserwerk Diebesweg, aus dem der größte Teil des Paderborner Trinkwassers gefördert wird, ist ein etwa 52 Quadratkilometer großes Schutzgebiet ausgewiesen worden. Es ist in die weiteren Zonen III/A und III/B sowie in die engere Zone II unterteilt.
Die Schutzzone I wurde nicht gesondert ausgewiesen, weil sich die umfassendere Zone II im vollständigen Besitz der Wasserwerke Paderborn GmbH befindet und eingezäunt ist.
Die Grenzen der weiteren Schutzzone III sind durch blaue Hinweisschilder mit einem Tankfahrzeug und der Aufschrift "Wasserschutzgebiet" gekennzeichnet.

 
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